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Blog-Elektrolyte

Wandern, Laufen und Aktivurlaub: Warum Elektrolyte im Sommer wichtiger sind als Wasser allein

SommerElektrolyte

Der Sommer lockt nach draußen – auf den Wanderweg, die Laufstrecke oder zur Aktivreise. Schwitzen ist dabei der natürliche Kühlmechanismus des Körpers. Doch mit jedem Tropfen Schweiß verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe – sogenannte Elektrolyte. Wer die Verluste nur mit reinem Wasser ausgleicht, riskiert Leistungseinbußen, Muskelkrämpfe und im Extremfall sogar eine gefährliche Verdünnung des Bluts. 

In diesem Ratgeber erfahren Sie, was Elektrolyte sind, welche Mineralstoffe Sie beim Schwitzen verlieren, warum reines Wasser bei längerer körperlicher Aktivität oft nicht reicht und wie Sie Ihre Mineralstoffspeicher gezielt auffüllen.

Was sind Elektrolyte und welche Aufgaben haben sie im Körper? 

Elektrolyte sind elektrisch geladene Mineralstoffe (Ionen), die in Körperflüssigkeiten wie Blut, Schweiß und Zellwasser gelöst sind. Vereinfacht gesagt: Es handelt sich um spezielle Salze, die in Wasser in positiv oder negativ geladene Teilchen zerfallen. Genau diese Ladung macht sie so wichtig, denn sie ist die Grundlage für unzählige Prozesse im Körper. 

Welche Mineralstoffe zählen zu den Elektrolyten? 

Zu den wichtigsten Elektrolyten im menschlichen Körper gehören: 

  • Natrium 
  • Kalium 
  • Calcium 
  • Magnesium 
  • Chlorid 
  • Phosphat 
  • Hydrogencarbonat 

Beim Thema Sport, Hitze und Schwitzen sind vor allem die ersten vier relevant: Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium. 

Elektrolyte werden über die tägliche Ernährung aufgenommen, etwa über Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Milchprodukte, Mineralwasser und das Salz in den Speisen. 

Ausgeschieden werden sie vor allem über die Nieren, in kleineren Mengen über den Stuhl – deutlich mehr bei Durchfall – sowie über den Schweiß. Weil dieser Kreislauf aus Aufnahme und Ausscheidung permanent läuft, müssen Elektrolyte täglich neu zugeführt werden – an heißen Sommertagen oder bei sportlicher Belastung entsprechend mehr. 

Welche Aufgaben übernehmen Elektrolyte? 

Elektrolyte sind an praktisch jeder Grundfunktion des Körpers beteiligt. Ihre wichtigsten Aufgaben sind:

  • Wasserhaushalt regulieren: Sie steuern, wie viel Wasser sich innerhalb und außerhalb der Zellen befindet. 
  • Nervenimpulse weiterleiten: Ohne den geregelten Austausch von Natrium und Kalium an den Nervenzellen gäbe es keine Reizweiterleitung. 
  • Muskeln steuern: Calcium löst die Muskelkontraktion aus, Magnesium ermöglicht die anschließende Entspannung. 
  • Säure-Basen-Haushalt stabilisieren: Elektrolyte helfen, den pH-Wert des Blutes im engen Normbereich zu halten. 
  • Blutdruck und Herzrhythmus regulieren: Vor allem Natrium, Kalium und Magnesium beeinflussen die Herz- und Kreislauffunktion. 

Geraten Elektrolyte aus dem Gleichgewicht – etwa durch starkes Schwitzen, Durchfall oder einseitiges Trinken von reinem Wasser – kann das ganze System ins Wanken kommen. Genau deshalb lohnt es sich, vor allem beim Sport im Sommer genauer hinzuschauen.

Die Mechanik des Schwitzens: Welche Nährstoffe wir wirklich verlieren 

Schwitzen ist ein zentraler Bestandteil der Thermoregulation: Verdunstet Schweiß auf der Haut, entzieht er dem Körper Wärme. So bleibt die Körpertemperatur trotz Anstrengung oder Hitze stabil. Doch Schweiß ist nicht nur Wasser. Er enthält gelöste Mineralstoffe – allen voran Natrium und Chlorid, in geringeren Mengen auch Kalium, Calcium und Magnesium. 

Wie viel Schweiß fließt im Sommer wirklich? 

Die Schweißraten beim Wandern in der Sonne oder beim Laufen bei Hitze können 0,5 bis 1,5 Liter pro Stunde erreichen, bei intensivem Sport in extremer Hitze auch deutlich mehr. Autoren einer älteren, aber bis heute zitierten Übersichtsarbeit nennen als praktische Faustregel, alle 15 bis 20 Minuten 150 bis 300 Milliliter zu trinken, um den Verlust auszugleichen. 

Welche Elektrolyte stecken im Schweiß? 

Wie viel Schweiß man abgibt und welche Mineralstoffe darin in welcher Menge enthalten sind, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich

Eine Rolle spielen unter anderem: 

  • die Veranlagung (Genetik) 
  • die Ernährung 
  • wie lange und wie intensiv man sich belastet 
  • wie stark man schwitzt
  • wie gut der Körper an Hitze gewöhnt ist 

Die folgende Tabelle gibt eine grobe Orientierung, welche Menge an Mineralstoffen pro Liter Schweiß verloren gehen kann. Die Werte schwanken individuell stark, zeigen aber, in welchem Verhältnis die einzelnen Elektrolyte zueinander stehen:

Elektrolyt
Gehalt im Schweiß pro Liter
Anmerkung
Natrium230–2.070 mgGrößter Anteil, individuell stark schwankend
Chlorid355–3.195 mgBegleitet Natrium
Kalium80–315 mgGeringere Menge, aber relevant
Calcium8–80 mgIn kleineren Mengen
Magnesiumunter 10 mgGeringer Anteil

Manche Menschen sind sogenannte „Salty Sweater" – ihr Schweiß hinterlässt sichtbar weiße Salzränder auf Kleidung und Haut. Sie verlieren überdurchschnittlich viel Natrium und sollten besonders auf den Ausgleich achten. 

Für die Praxis bedeutet das: Wer länger als eine Stunde bei Hitze aktiv ist, verliert in jedem Fall so viele Elektrolyte, dass reines Wasser ohne Mineralstoffe die Balance nicht wiederherstellt.

Wasservergiftung: Warum reines Wasser beim Sport nicht reicht 

Reines Wasser löscht zwar den Durst, kann bei langer Belastung aber paradoxerweise zum Problem werden. Wer ausschließlich natriumarmes Leitungs- oder Tafelwasser trinkt, kann sogar einen Zustand begünstigen, den Mediziner als Hyponatriämie bezeichnen – eine zu niedrige Natriumkonzentration im Blut. 

Der Hintergrund ist: Wird über den Schweiß viel Natrium verloren und gleichzeitig große Mengen natriumarmer Flüssigkeit getrunken, verdünnt sich der Natriumspiegel im Blut zusätzlich. 

Mögliche Anzeichen für eine belastungsassoziierte Hyponatriämie sind: 

  • Schwindel und Übelkeit 
  • Kopfschmerzen 
  • Spürbarer Leistungsabfall 
  • Muskelkrämpfe und Muskelschwäche 
  • Verwirrtheit und Konzentrationsstörungen 
  • Aufgedunsenes Gefühl, geschwollene Hände oder Füße 

In schweren Fällen kann eine ausgeprägte Hyponatriämie auch zu gefährlichen Wassereinlagerungen im Hirngewebe führen. Forscher haben dies vor allem bei Marathonläufern, Ultraläufern und Bergwanderern beobachtet, die über lange Zeit große Mengen Wasser getrunken haben. 

Wichtig zu wissen: Eine Hyponatriämie ist nicht das gleiche wie eine klassische Dehydration durch Flüssigkeitsmangel. Beide Zustände können sich in den Symptomen ähneln – die Ursache und der richtige Umgang sind jedoch unterschiedlich. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden ist daher immer eine ärztliche Abklärung wichtig.

Die wichtigsten Elektrolyte für Ausdauer und Muskelfunktion 

Beim Sport und bei Hitzebelastung rücken bestimmte Elektrolyte besonders in den Fokus, weil sie für die Muskelarbeit, die Nervenfunktion und den Wasserhaushalt eine zentrale Rolle spielen. Wer regelmäßig schwitzt, sollte daher wissen, welche Mineralstoffe gezielt aufgefüllt werden sollten – denn jeder einzelne erfüllt eigene, nicht ersetzbare Aufgaben im Körper. Vier Elektrolyte sind dabei besonders relevant: Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium. 

Natrium und Kalium: Regulatoren des Wasserhaushalts 

Natrium und Kalium sind die wichtigsten Regulatoren des osmotischen Drucks im Körper. Vereinfacht gesagt entscheiden sie darüber, wo im Körper Wasser hinfließt und wo es gebunden bleibt. Natrium ist dabei vor allem im Raum außerhalb der Zellen aktiv – also in Blut und Gewebeflüssigkeit. Kalium hingegen dominiert innerhalb der Zellen. 

Beide Mineralstoffe arbeiten eng zusammen: 

  • Natrium zieht Wasser aus der Zelle und ist entscheidend für das Blutvolumen sowie den Blutdruck. Wird vermehrt Natrium ausgeschieden und nicht ersetzt, kann das Volumen im Blut sinken. 
  • Kalium ist wichtig für die Muskelfunktion, da es an der Übertragung elektrischer Signale zwischen Nerven und Muskelzellen beteiligt ist. Außerdem trägt Kalium bei zur Funktion des Nervensystems und zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks

Kippt das Verhältnis dieser beiden Elektrolyte, kann das die Muskelarbeit und das allgemeine Leistungsempfinden beeinträchtigen. 

Calcium – der unterschätzte Taktgeber der Muskelarbeit 

Calcium ist nicht nur ein Baustein der Knochen, sondern auch unmittelbar an jeder Muskelkontraktion beteiligt: Erreicht ein Nervenimpuls die Muskelzelle, werden Calcium-Ionen freigesetzt, die das Zusammenziehen der Muskelfasern auslösen. Erst wenn Calcium zurück in seine Speicher gepumpt wird, kann sich der Muskel wieder entspannen. Ohne Calcium wäre also weder eine gezielte Bewegung noch ein stabiler Herzschlag möglich. 

Über den Schweiß werden im Vergleich zu Natrium nur kleine Mengen Calcium ausgeschieden. Bei langen Belastungen oder einem mehrtägigen Aktivurlaub summieren sich diese Verluste jedoch. 

Umso wichtiger ist eine ausreichende Calcium-Versorgung über die Ernährung. Wird zu wenig Calcium aufgenommen, greift der Körper auf seine größten Calciumspeicher zurück: die Knochen. Eine bedarfsgerechte Zufuhr hilft somit nicht nur der Muskel- und Nervenfunktion, sondern schützt auch die Knochensubstanz. 

Magnesium: Partner für Muskeln und Energiestoffwechsel 

Magnesium ist an über 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt. Beim Sport übernimmt es gleich mehrere zentrale Aufgaben: Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei und ist wichtig für eine normale Muskelfunktion – es ist an der Entspannung der Muskeln nach einer Kontraktion beteiligt. Magnesium und Calcium wirken in der Muskelzelle damit als natürliche Gegenspieler. 

Auch im Nervensystem wirkt körpereigenes Magnesium wie eine natürliche Bremse: Es reguliert die Erregbarkeit von Nervenzellen und hilft, eine überschießende Reizweiterleitung zu dämpfen. 

Darüber hinaus unterstützt Magnesium den Energiestoffwechsel: Als Cofaktor ist es an der Bildung von ATP beteiligt – dem energiereichen Molekül, das Muskelzellen für jede Kontraktion brauchen. 

Wer Magnesium ergänzend über ein Präparat aufnehmen möchte, hat dabei die Wahl zwischen verschiedenen Verbindungen. Welche sich für Alltag und Sport besonders eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab – mehr dazu im Ratgeber „Welches Magnesium ist das beste? Formen, Bioverfügbarkeit und Empfehlung“.

Isotonisch, hypotonisch oder hypertonisch? Das richtige Sportgetränk 

Isotonische Getränke gelten als Klassiker unter den Sportgetränken. Doch was bedeutet isotonisch – und ist diese Form wirklich immer die beste Wahl? 

Der Begriff „isotonisch" bezieht sich auf den osmotischen Druck des Getränks im Vergleich zum Blutplasma. Davon hängt ab, wie schnell die Flüssigkeit vom Darm ins Blut aufgenommen wird – und ob ein Getränk dem Körper zunächst Wasser zuführt oder kurzfristig sogar entzieht. 

Es werden drei Kategorien unterschieden:

Getränketyp
Osmolarität
Aufnahme im Darm
Typische Beispiele
HypotonischNiedriger als BlutSehr schnellWasser, stark verdünnte Saftschorlen
IsotonischGleich wie BlutSchnellSpezielle Sportgetränke, gut abgestimmte Elektrolytlösungen
HypertonischHöher als BlutVerzögertLimonaden, Cola, unverdünnte Säfte, viele bunte Sportdrinks

Für die Praxis bedeutet das: Isotonische Getränke sind beim Ausdauersport oft die beste Wahl, da sie sowohl Flüssigkeits- als auch Elektrolytverluste schnell ausgleichen. Hypotonische Getränke werden zwar besonders rasch aufgenommen, liefern aber nur wenig Mineralstoffe. Hypertonische Getränke hingegen können dem Körper im Darm zunächst sogar Wasser entziehen, weil sie erst auf eine aufnehmbare Konzentration verdünnt werden müssen. 

Mythos Apfelschorle: Reicht die klassische Saftschorle als Sportgetränk? 

Eine Saftschorle im Verhältnis 1:3 (Saft zu Wasser) ist ein passables Basisgetränk und enthält etwas Kalium aus dem Apfelsaft. Bei intensivem Schwitzen liefert sie jedoch deutlich zu wenig Natrium, denn dieses kommt im Apfelsaft praktisch nicht vor. Wer bei Hitze länger als eine Stunde aktiv ist – etwa beim Bergwandern – ist mit einer gezielten Elektrolyt-Mischung besser bedient, die das Natrium-Kalium-Verhältnis exakt abbildet, ohne unnötigen Zucker zu liefern. 

Warum bunte Sportdrinks oft das Problem sind 

Klassische Sportgetränke aus dem Supermarkt enthalten häufig 6 bis 8 Gramm Zucker pro 100 Milliliter und sind damit hypertonisch. Statt schnell zu hydrieren, belastet die Zuckerlast den Magen, was bei Hitze und Belastung zu Übelkeit führen kann. 

Ein zuckerfreies Elektrolyt-Präparat in Pulver- oder Kapselform ist hier oft die durchdachtere Wahl: Es enthält die wichtigen Mineralstoffe in einer abgestimmten Menge – ohne Süßungsmittel, künstliche Aromen und unnötige Zusatzstoffe. 

FormMed Tipp – das passende Elektrolyt-Präparat 

Für eine zuverlässige Versorgung mit Elektrolyten beim Sport oder an heißen Sommertagen hat FormMed ein zuckerfreies Elektrolyt-Präparat entwickelt, das die wichtigsten Mineralstoffe – darunter Natrium, Kalium und Magnesium – in einem abgestimmten Verhältnis liefert. Eine Lösung, die sich im Aktivurlaub, beim Sport oder an schweißtreibenden Sommertagen unkompliziert einsetzen lässt.

Trink-Fahrplan: Wann und wie viel beim Sport trinken? 

Die richtige Flüssigkeits- und Mineralstoff-Versorgung beginnt nicht erst während des Sports, sondern schon davor. Eine gute Strategie steht auf drei Säulen: Vorbereitung, Versorgung während der Belastung und Auffüllen danach. 

Ziel ist dabei nicht, möglichst viel zu trinken, sondern bedarfsgerecht – ein durchdachter Trink-Fahrplan hilft, Leistungseinbußen, Muskelkrämpfen und Mineralstoffverlusten vorzubeugen. 

Trink-Fahrplan: Wandern, Laufen und Radfahren 

  • Vor der Aktivität: Etwa 1–2 Stunden vorher rund 400–500 Milliliter Flüssigkeit trinken, idealerweise mineralstoffreiches Wasser oder eine isotonische Lösung. 
  • Während der Aktivität: Besonders bei Aktivitäten über 60 Minuten alle 15–20 Minuten kleine Schlucke trinken (100–200 Milliliter). Bei starkem Schwitzen oder Hitze sollten Elektrolyte enthalten sein. 
  • Nach der Aktivität: Den Flüssigkeitsverlust innerhalb der ersten 1–2 Stunden ausgleichen – idealerweise mit Elektrolyten, um auch die Schweißverluste zu kompensieren. Eine grobe Orientierung sind etwa 500–750 Milliliter pro Stunde Belastung. Wer es genau wissen möchte, kann sich vor und nach dem Sport wiegen: Pro Kilogramm Gewichtsverlust sollten etwa 1,5 Liter Flüssigkeit getrunken werden. 

Zwei Situationen verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit: 

  • An heißen Tagen: Schon über den Tag verteilt mehr trinken hilft, gar nicht erst in ein Defizit zu geraten. Mineralstoffreiches Wasser oder eine elektrolythaltige Lösung sind die bessere Wahl als reines Leitungswasser. 
  • Auf Bergtouren oder langen Wanderungen: Pausen aktiv zum Trinken nutzen, statt erst bei spürbarem Durst zu reagieren. Eine zuckerfreie Elektrolyt-Mischung im Rucksack gleicht Mineralstoffverluste unterwegs gezielt aus.

Fazit: Elektrolyte – mehr als nur ein Profisportler-Thema 

Elektrolyte sind nicht nur ein Thema für Hochleistungssportler, sondern betreffen alle, die im Sommer aktiv sind – vom Wanderer auf der Almtour bis zum Hobby-Läufer. Die Mineralstoffe regulieren den Wasserhaushalt, steuern die Muskelarbeit und leiten Nervenimpulse weiter. Wer länger schwitzt, verliert dabei nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe – allen voran Natrium und Kalium sowie in geringen Mengen Calcium und Magnesium. 

Reines Wasser allein reicht in solchen Situationen oft nicht aus: Wer große Mengen natriumarmer Flüssigkeit trinkt, ohne die Mineralstoffverluste auszugleichen, kann den Wasser-Mineralstoff-Haushalt sogar zusätzlich aus dem Gleichgewicht bringen – im Extremfall bis hin zu einer belastungsassoziierten Hyponatriämie. 

Entscheidend ist daher eine bedarfsgerechte Versorgung: ausreichend trinken, aber mit den richtigen Inhaltsstoffen und im richtigen Timing. Bunte, zuckerhaltige Sportgetränke aus dem Supermarkt sind dabei selten die beste Wahl. Hochwertige, zuckerfreie Elektrolyt-Präparate liefern die wichtigen Mineralstoffe in einer abgestimmten Menge – ideal für Sport, Aktivurlaub und schweißtreibende Sommertage.

Häufig gestellte Fragen zu Elektrolyten

Wann sollte man Elektrolyte einnehmen?

Eine Ergänzung mit Elektrolyten ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Körper größere Mengen über den Schweiß verliert – etwa bei intensivem Sport, langen Wanderungen, Hitze oder Saunabesuchen. 

Auch bei Erkrankungen mit starkem Flüssigkeitsverlust wie Durchfall oder Erbrechen kann der Bedarf steigen. Im Alltag bei moderater Aktivität und ausgewogener Ernährung deckt der normale Speiseplan in der Regel den Bedarf.

Wie merkt man, dass man zu wenig Elektrolyte hat?

Typische Symptome eines Elektrolyt-Mangels sind Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen oder ein „flaues“ Gefühl beim Sport. 

Da diese Symptome unspezifisch sind, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll, wenn sie häufiger auftreten oder länger andauern.

Helfen Elektrolyte gegen Muskelkater?

Ein klassischer Muskelkater entsteht durch kleine Verletzungen in den Muskelfasern und nicht primär durch Mineralstoffmangel. Elektrolyte helfen daher nicht direkt gegen Muskelkater. 

Eine gute Versorgung ist jedoch wichtig, um einem Mangel vorzubeugen – denn Muskelkrämpfe werden in der Forschung mit einem gestörten Elektrolytgleichgewicht in Verbindung gebracht.

Wie bekomme ich schnell Elektrolyte?

Eine sehr schnelle Möglichkeit, Elektrolyte zu bekommen, sind isotonische Elektrolyt-Lösungen oder gezielte Elektrolyt-Präparate. 

Auch natriumreiches Mineralwasser sowie mineralstoffreiche Lebensmittel wie Bananen (Kalium), eine klare Brühe (Natrium) oder Nüsse (Magnesium) können kurzfristig zum Ausgleich beitragen.

Kann man auch zu viele Elektrolyte zu sich nehmen?

Ja, eine Überdosierung ist möglich – insbesondere bei Natrium und Kalium. Wer Elektrolyt-Präparate nutzt, sollte die Verzehrempfehlung des Herstellers einhalten. 

Bei Nierenerkrankungen, Bluthochdruck oder bestimmten Medikamenten wie Diuretika oder ACE-Hemmer sollte die Einnahme zusätzlich mit einem Arzt besprochen werden.

Ist isotonisch das gleiche wie Elektrolyte?

Nein. „Isotonisch“ beschreibt den osmotischen Druck eines Getränks. „Elektrolyte" sind die enthaltenen Mineralstoffe. 

Ein isotonisches Getränk enthält in der Regel Elektrolyte. Aber nicht jedes elektrolythaltige Getränk ist automatisch isotonisch.

Welche Getränke sind isotonisch?

Klassische isotonische Getränke sind speziell formulierte Sportgetränke und Elektrolyt-Lösungen mit einer auf das Blutplasma abgestimmten Mineralstoff- und Kohlenhydratkonzentration. 

Auch eine selbstgemachte Apfelschorle im Verhältnis 1:3 (ein Teil Saft, drei Teile Wasser) kann in den isotonischen Bereich fallen. Sie ist jedoch meist natriumarm und ersetzt bei längerer Belastung in der Hitze kein gezieltes Sportgetränk.

Was bewirkt ein isotonisches Getränk?

Ein isotonisches Getränk hat denselben osmotischen Druck wie das Blutplasma und wird vom Körper deshalb besonders schnell aufgenommen. Es liefert in einem Schritt sowohl Flüssigkeit als auch Mineralstoffe, was es gerade bei längeren Belastungen oder an heißen Tagen praktisch macht.

Was ist der Unterschied zwischen isotonisch und hypertonisch?

Während isotonische Getränke schnell vom Körper aufgenommen werden, sind hypertonische Getränke höher konzentriert – etwa durch viel Zucker. Sie werden im Darm langsamer aufgenommen und können dem Körper kurzfristig sogar Wasser entziehen, weil sie erst auf eine aufnehmbare Konzentration verdünnt werden müssen.

Ist alkoholfreies Weizenbier ein gutes Sportgetränk?

Alkoholfreies Weizenbier wird häufig als Sportgetränk angepriesen, weil es Kalium, Magnesium und einige B-Vitamine enthält. Allerdings ist der Natriumgehalt sehr gering – ein Nachteil bei hohen Schweißverlusten. 

Als gelegentliche Ergänzung kann es geeignet sein; ein gezieltes Elektrolyt-Getränk ersetzt es bei längerer Belastung jedoch nicht.

Welche Elektrolyte braucht man bei Durchfall?

Bei Durchfall verliert der Körper vor allem Natrium, Kalium und Wasser. 

Wichtig ist daher ein gezielter Ausgleich über eine speziell formulierte Elektrolytlösung. Klassische Lösungen enthalten zusätzlich Traubenzucker, weil er die Natriumaufnahme im Darm unterstützt – zuckerfreie Varianten sind ebenfalls geeignet. Mehr dazu im Ratgeber zum Thema Durchfall.

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