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FormMed Präparate mit Akazienfaser

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Akazienfaser – was ist das?

Akazienfasern sind auch als Arabisches Gummi oder Akaziengummi bekannt. Sie werden aus dem getrockneten Milchsaft verschiedener Akazienbäume gewonnen. Hierzu gehören beispielsweise die Seyal- und Senegal-Akazie, die unter anderem in der Sahelzone heimisch sind.


Zur Gewinnung der Akazienfasern schneidet man die Rinde der Akazienbäume ein. Durch das Anritzen tritt der Milchsaft aus der Rinde und härtet an der Luft aus. Farblich erinnert das gewonnene Harz der Akazienfasern ein wenig an Bernstein. Sobald es hart ist, wird es abgesammelt, gereinigt und zu einem feinen Pulver vermahlen.


In Afrika und den arabischen Ländern wird Akaziengummi schon seit Jahrhunderten vielseitig eingesetzt. Hierzulande werden Akazienfasern vor allem wegen ihres hohen Anteils an Ballaststoffen geschätzt.


Akazienfaser Inhaltsstoffe: Was ist in Akazienfasern enthalten?

In Akazienfasern sind viele Inhaltsstoffe enthalten, allerdings können die Akazienfaser-Nährwerte je nach Produkt variieren. Hauptbestandteil sind lösliche Ballaststoffe wie das Polysaccharid Arabinogalactan. Ballaststoffe machen etwa 80 bis 90 Prozent der Akazienfasern aus. In arabischen und afrikanischen Ländern gelten Akazienfasern deshalb allgemein als sehr gesund.


Neben Ballaststoffen sind in Akazienfasern weitere Inhaltsstoffe enthalten wie Proteine und Mikronährstoffe.


Akazienfaser: Wofür ist sie gut?

Akazienfasern werden vor allem als lösliche Ballaststoffe geschätzt. Sie können Wasser binden und werden häufig im Zusammenhang mit der Verdauung und der Darmflora thematisiert: Im Darm quellen lösliche Ballaststoffe auf und tragen so zu einem erhöhten Stuhlvolumen bei. Zudem werden sie von Darmbakterien verstoffwechselt.


Als Ballaststoffquelle lassen sich Akazienfasern einfach in den Alltag integrieren, um zum Beispiel das Frühstück mit Ballaststoffen zu ergänzen. Beispielsweise kann man Akazienpulver kaufen.


Akazienfasern werden nicht nur als Ballaststoffe genutzt, sondern auch in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Weil sie viel Wasser binden können, helfen sie zum Beispiel dabei, Eiscreme oder Backwaren eine bessere, cremigere Konsistenz zu geben.


Anwendung: Akazienfaser – wie einnehmen?

Akazienfasern werden meistens als Pulver eingenommen. Sie lassen sich einfach in den Alltag integrieren, indem sie zum Beispiel in Wasser eingerührt oder Speisen wie Joghurt, Smoothies oder Müsli beigemischt werden.


Da Akazienfaser geschmacksneutral ist, kann sie vielseitig verwendet werden. Wichtig ist, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.


Wie sollte man Akazienfaser dosieren?

Die empfohlene Dosierung liegt je nach individueller Situation meist zwischen 10 und 30 Gramm Akazienfaser-Pulver pro Tag – am besten über den Tag verteilt. Häufig wird außerdem empfohlen, mit einer kleineren Menge zu starten und die Zufuhr bei Bedarf schrittweise zu erhöhen.


Bei Unsicherheiten oder bestehenden Verdauungsbeschwerden kann es sinnvoll sein, die Einnahme und Dosierung vorab mit einem Arzt oder Therapeuten zu besprechen.

Häufig gestellte Fragen zu Akazienfaser

Akazienfaser morgens oder abends einnehmen?

Der Einnahmezeitpunkt ist wissenschaftlich betrachtet nicht entscheidend – Akazienfaser gelangt unverdaut in den Dickdarm und kann dort unabhängig von der Tageszeit als Ballaststoff zur Darmfunktion beitragen.

Wichtiger als der Zeitpunkt ist die tägliche Regelmäßigkeit.

Wie lange darf man Akazienfaser einnehmen?

Akazienfaser ist als löslicher Ballaststoff für die Dauereinnahme geeignet. In Studien wird Akazienfaser eine gute Sicherheit und Verträglichkeit bescheinigt – auch über mehrere Monate.

Ist Gummi arabicum dasselbe wie Akazienfaser?

Ja – beide Bezeichnungen beschreiben dasselbe Ausgangsmaterial: das getrocknete Harz der Akazienarten Acacia senegal und Acacia seyal.

Senkt Akazienfaser den Cholesterinspiegel?

Lösliche Ballaststoffe können im Darm dazu beitragen, Gallensäuren zu binden und auszuscheiden. Da der Körper für die Neubildung von Gallensäuren Cholesterin benötigt, unterstützt eine ballaststoffreiche Ernährung die natürliche Regulierung des Cholesterinspiegels.

Akazienfaser besteht zu über 80 Prozent aus löslichen Ballaststoffen und kann daher ergänzend zu einer ausgewogenen Ernährung eingesetzt werden.

Haben Akazienfasern Nebenwirkungen?

Akazienfaser gilt im Vergleich zu anderen Ballaststoffen als gut verträglich. Zu Beginn der Einnahme können vorübergehend leichte Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder weicher Stuhl auftreten – insbesondere bei zu schneller Dosissteigerung oder unzureichender Flüssigkeitszufuhr. Es empfiehlt sich daher, mit einer niedrigen Dosis zu starten und diese schrittweise zu erhöhen.

Bei bekannter Allergie gegen Gummi arabicum sowie bei schweren Darmerkrankungen sollte Akazienfaser nicht eingenommen werden. Bei bestehenden Erkrankungen oder der Einnahme von Medikamenten wird eine ärztliche Rücksprache empfohlen.

Was ist besser: Akazienfasern oder Flohsamen?

Beide sind lösliche Ballaststoffe – mit unterschiedlichen Stärken:

  • Flohsamenschalen binden deutlich mehr Wasser und quellen stark auf.
  • Akazienfasern hingegen quellen weniger stark, lösen sich ohne Gelkonsistenz auf und werden von den Darmbakterien leichter verdaut.

Für sensiblere Personen sind Akazienfasern oft die bessere Wahl – in akuten Situationen können Flohsamenschalen gezielter sein.

Kann man mit Akazienfasern abnehmen?

Lösliche Ballaststoffe binden Wasser im Magen-Darm-Trakt und können so das Sättigungsgefühl verlängern. Wer länger satt ist, nimmt in der Regel insgesamt weniger Kalorien zu sich. Mit einem Anteil von über 80 Prozent löslichen Ballaststoffen kann Akazienfaser sinnvoll in eine gewichtsbewusste Ernährung integriert werden.