Was ist Hyaluronsäure?
Hyaluronsäure (auch Hyaluron) ist ein Mehrfachzucker, der in vielen Bereichen des menschlichen Körpers vorkommt. Hierzu gehören vor allem die Haut, Gelenkknorpel und Bandscheiben. Außerdem ist Hyaluronsäure enthalten in der Gelenkflüssigkeit, dem Bindegewebe und den Glaskörpern der Augen. Der Körper kann sie selbst bilden oder über die Ernährung aufnehmen.
Körpereigene Hyaluronsäure hat die Fähigkeit, eine große Menge an Wassermolekülen zu binden. Dadurch werden Haut und Gelenkknorpel buchstäblich aufgepolstert und gewinnen an Volumen – vorausgesetzt, wir trinken den Tag über ausreichend. Im Durchschnitt kann etwa ein Gramm Hyaluronsäure bis zu einen Liter Wasser binden.
Als Hauptbestandteil der Gelenkknorpel und Gelenkflüssigkeit hat körpereigene Hyaluronsäure vor allem elastische und schmierende Eigenschaften.
Hyaluronsäure und ihre Wirkung: Wofür ist Hyaluron gut?
Körpereigene Hyaluronsäure ist vor allem dafür bekannt, große Mengen Wasser zu binden. Dadurch unterstützt sie die Feuchtigkeit der Haut, trägt zur Elastizität von Bindegewebe bei und fördert die Gleitfähigkeit der Gelenke. In den Gelenken hilft Hyaluronsäure außerdem dabei, Reibung und Stöße abzufedern.
Hyaluronsäure kommt in nahezu allen Bereichen des Körpers vor. Etwa die Hälfte der Hyaluronsäure befindet sich in der Haut. Der Rest verteilt sich auf das Bindegewebe, die Gelenkknorpel und Gelenkflüssigkeit. Selbst in den Knochen und Glaskörpern der Augen ist Hyaluronsäure enthalten.
Hyaluronsäure in Lebensmitteln
Hyaluronsäure kommt vor allem im Bindegewebe von Tieren vor. Daher gehört Fleisch zu den besten Lebensmitteln mit Hyaluron – zum Beispiel
- Schweinefleisch
- Rindfleisch
- Entenfleisch
- Putenfleisch
- Hähnchenfleisch
- Lammfleisch
Bedarf: Wie viel Hyaluron am Tag braucht man?
Da der Körper Hyaluronsäure in speziellen Zellen des Bindegewebes selbst herstellen kann, muss sie nicht zwangsläufig über die Ernährung aufgenommen werden. Daher gibt es keinen festgelegten Bedarf und keine offiziellen Empfehlungen für die tägliche Zufuhr.
Allerdings lässt die körpereigene Produktion von Hyaluronsäure mit zunehmendem Alter nach. Eine zusätzliche Aufnahme von Hyaluronsäure über die Ernährung kann deshalb Bausteine liefern, die im Stoffwechsel weiterverarbeitet werden.
Hyaluron-Mangel: wie äußert er sich?
Einen klassischen Hyaluron-Mangel gibt es nicht, da der Körper die Substanz selbst bilden kann.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Konzentration im Körper jedoch ab. Da Hyaluronsäure unter anderem in Haut, Bindegewebe und Gelenken vorkommt, wird ein Rückgang häufig mit altersbedingten Veränderungen in Verbindung gebracht. Dies kann sich zum Beispiel durch trockene Haut, weniger Spannkraft der Haut oder eine eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke bemerkbar machen.
Hyaluronsäure einnehmen: Welche Möglichkeiten gibt es?
Hyaluronsäure kann in Form von Pulver oder Kapseln eingenommen werden. Pulver lässt sich einfach in Getränke oder Speisen einrühren, während Kapseln eine praktische und unkomplizierte Einnahme ermöglichen.
Die Einnahme von Hyaluronsäure ist an keine bestimmte Tageszeit gebunden. Bei Kapseln empfiehlt sich eine Einnehme zu den Mahlzeiten. Wichtig ist, Hyaluronsäure regelmäßig einzunehmen.