Migräne und Spannungskopfschmerzen: Dem Gewitter im Kopf natürlich vorbeugen
Inhaltsverzeichnis
- Was passiert bei einer Migräne im Gehirn?
- Der Spannungskopfschmerz: wenn die Nacken- und Schultermuskulatur „dicht macht“
- Magnesium: Entspannung für Nerven und Muskeln
- Vitamin B2 (Riboflavin) und Coenzym Q10: das Energie-Duo der Zellen
- Mutterkraut: eine Pflanze mit langer Tradition in der Kopfschmerz-Forschung
- Lebensstil als Baustein der Vorbeugung
- Hausmittel: Was hilft gegen akute Migräne und Kopfschmerzen?
- Fazit: Mit Mikronährstoffen die Nervenzellen gezielt unterstützen
- Häufig gestellte Fragen zu Migräne und Spannungskopfschmerzen
- Gut versorgt mit Mikronährstoffen
- Literatur
Pochender Schmerz, verspannte Muskeln, tagelange Ausfälle: Migräne und Spannungskopfschmerz zählen zu den häufigsten neurologischen Beschwerden. Akute Schmerzmittel oder Migräne-Medikamente lindern die Beschwerden im Moment der Attacke, ändern aber nichts an der grundsätzlichen Neigung zu wiederkehrenden Kopfschmerzen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie beide Kopfschmerztypen entstehen und wie Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 Nerven und Muskeln unterstützen.
Was passiert bei einer Migräne im Gehirn?
Migräne ist mehr als nur eine besonders starke Form von Kopfschmerzen und auch nicht rein psychisch bedingt – sie ist eine eigenständige neurologische Erkrankung mit einem klar beschreibbaren Ablauf.
Ausgangspunkt ist eine veränderte elektrische Erregbarkeit der Nervenzellen in der Großhirnrinde, die sich wellenartig ausbreitet. Diese Welle verengt zunächst die Blutgefäße im Gehirn. Im Anschluss weiten sich die Gefäße plötzlich und schmerzhaft wieder. Gleichzeitig entsteht an den Nervenenden des Trigeminusnervs – dem wichtigsten Schmerznerv im Kopf – eine Entzündungsreaktion. Genau das macht sich als starker pochender Kopfschmerz bemerkbar.
Bei einem Teil der Betroffenen kündigt sich die eigentliche Kopfschmerzphase durch eine Aura an.
Was ist eine Migräne-Aura?
Etwa 15 bis 20 Prozent der Menschen mit Migräne erleben vor dem eigentlichen Kopfschmerz eine Aura – eine Vorphase, die sich meist über 10 bis 30 Minuten entwickelt. Typisch sind Sehstörungen wie gezackte Lichtblitze oder sogenannte Flimmerskotome – wandernde, flimmernde blinde Flecken im Sichtfeld. Auch Kribbeln in Armen oder im Gesicht sowie vorübergehende Sprachschwierigkeiten können auftreten.
Der Grund dafür ist eine kurzzeitige Minderdurchblutung und eine Veränderung der elektrischen Aktivität in bestimmten Hirnarealen. Meist verschwindet die Aura, sobald der eigentliche Kopfschmerz beginnt.
Der Spannungskopfschmerz: wenn die Nacken- und Schultermuskulatur „dicht macht“
Migräne und Spannungskopfschmerz unterscheiden sich sowohl darin, wie sich der Schmerz anfühlt, als auch in ihrer Ursache. Während eine Migräne meist einseitig, pochend und mit Begleiterscheinungen wie Übelkeit oder Licht- und Geräuschempfindlichkeit auftritt, verläuft der Spannungskopfschmerz beidseitig, dumpf und drückend – vergleichbar mit einem zu eng sitzenden Helm.
Ursache von Spannungskopfschmerzen ist in der Regel keine Gefäßveränderung, sondern eine anhaltend verkrampfte Nacken- und Schultermuskulatur, die häufig durch Stress, einseitige Körperhaltung oder lange Bildschirmarbeit begünstigt wird.
Wann sollte man bei Kopfschmerzen zum Arzt gehen?
Kopfschmerzen sind in den allermeisten Fällen harmlos. Bestimmte Warnzeichen sollten jedoch zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Dazu gehören:
- Plötzlich einsetzender, ungewohnt heftiger Kopfschmerz (Vernichtungskopfschmerz)
- Kopfschmerzen zusammen mit Fieber oder Nackensteifigkeit
- Erstmalige oder ungewöhnlich langanhaltende Sehstörungen oder Sprachstörungen
- Lähmungserscheinungen oder Bewusstseinsstörungen
- Deutliche Veränderung des gewohnten Kopfschmerzmusters
- Neu auftretende Kopfschmerzen nach dem 50. Lebensjahr
- Kopfschmerzen, die trotz regelmäßiger Schmerzmitteleinnahme über Wochen bestehen bleiben
Magnesium: Entspannung für Nerven und Muskeln
Magnesium spielt eine wichtige Rolle für Nerven und Muskeln. In den Nervenzellen wirkt es als natürlicher Gegenspieler von Calcium: Während Calcium eine Nervenzelle erregt, bremst Magnesium diese Erregung wieder. Auf diese Weise trägt Magnesium zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei – es sorgt dafür, dass Signale kontrolliert weitergeleitet werden, statt dass Nervenzellen dauerhaft überreagieren.
Genau dieses Wechselspiel aus Anspannung und Entspannung bestimmt auch, wie sich die Muskulatur verhält. Das betrifft die quergestreifte Muskulatur in Nacken und Schultern ebenso wie die glatte Muskulatur der Blutgefäße im Gehirn. Ist ausreichend Magnesium vorhanden, kann sich diese Muskulatur nach dem Zusammenziehen wieder entspannen. Fehlt Magnesium, bleibt sie eher angespannt und reagiert empfindlicher auf Reize.
Deshalb untersuchen Forscher, ob und wie sich ein Magnesiummangel sowohl auf die Häufigkeit von Migräneattacken auswirkt als auch auf die Neigung zu Spannungskopfschmerzen. Im Fokus steht dabei die Frage, ob eine schlechte Magnesiumversorgung Nervenzellen und Blutgefäße empfindlicher auf Reize reagieren lässt.
Magnesium kommt in vielen Lebensmitteln vor – etwa in Nüssen, Kürbis- und Sonnenblumenkernen, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten sowie in grünem Blattgemüse wie Spinat. Eine abwechslungsreiche Ernährung bildet die Grundlage für eine gute Magnesiumversorgung. Wer Magnesium ergänzen möchte, sollte auf die Verbindung achten: Magnesiumcitrat oder Magnesiumbisglycinat werden im Darm schneller aufgenommen als schwer lösliche Verbindungen. Welche Magnesiumverbindung sich für welchen Anwendungsbereich am besten eignet, erläutert der FormMed Ratgeber zu Magnesiumverbindungen.
Vitamin B2 (Riboflavin) und Coenzym Q10: das Energie-Duo der Zellen
Bei Menschen mit Migräne zeigen spezielle MRT-Untersuchungen des Gehirns häufig eine verminderte Energiereserve in den Nervenzellen. Als möglicher Grund gilt eine eingeschränkte Funktion der Mitochondrien – den Kraftwerken der Zelle. Das Gehirn hat einen besonders hohen und gleichbleibenden Energiebedarf, um die elektrische Aktivität der Nervenzellen aufrechtzuerhalten. Zwei Stoffe stehen in diesem Zusammenhang im Fokus: Vitamin B2 und Coenzym Q10.
Vitamin B2 (Riboflavin) ist als Baustein der Coenzyme FAD und FMN direkt an der Atmungskette in den Mitochondrien beteiligt, über die der Großteil der Zellenergie gewonnen wird. Auf diese Weise ist Vitamin B2 wichtig für den Energiestoffwechsel. Forscher untersuchen deshalb, ob eine gute Versorgung mit Vitamin B2 die Häufigkeit von Migräneattacken beeinflussen kann.
Coenzym Q10 ist ein körpereigener Stoff und ebenfalls an der Energieherstellung in den Mitochondrien beteiligt. Wissenschaftler untersuchen, ob Menschen mit Migräne niedrigere Coenzym-Q10-Werte haben als Menschen ohne Migräne und welche Rolle das für die Energieversorgung der Nervenzellen spielt.
Vitamin B2 kommt vor allem in Milch und Milchprodukten, Eiern, Vollkornprodukten sowie in grünem Blattgemüse vor. Auch Fleisch und Innereien liefern nennenswerte Mengen. Coenzym Q10 wird zwar vom Körper selbst gebildet, findet sich aber zusätzlich in Fisch, Innereien, Nüssen sowie in geringeren Mengen in pflanzlichen Ölen.
FormMed Tipp – wissenschaftlich fundierte Mikronährstoff-Kombination
Neuro-in-form® M enthält Magnesium und Vitamin B2 zur Unterstützung einer normalen Funktion des Nervensystems – ergänzt um Coenzym Q10 sowie standardisierte Pflanzenextrakte. Die zeitversetzte Einnahme nach dem 2-Kapsel-Prinzip sorgt für eine gleichmäßigere Aufnahme über 24 Stunden.
Ob ein Nährstoff seinen Nutzen für die Gesundheit voll entfalten kann, hängt entscheidend von der Qualität der Rohstoffe ab. Wie für jedes FormMed Präparat gilt daher auch für Neuro-in-form® M das Qualitätsversprechen Q360+. Dazu gehört auch, dass jede Charge von der unabhängigen GBA Group analysiert wird.
Mutterkraut: eine Pflanze mit langer Tradition in der Kopfschmerz-Forschung
Mutterkraut (Tanacetum parthenium) gehört zu den Korbblütlern und wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Pflanzenheilkunde bei Kopfschmerzen und Fieber eingesetzt. Die Pflanze enthält verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, allen voran Parthenolid – ein Inhaltsstoff, der hauptsächlich in den Blättern vorkommt und in den meisten Untersuchungen zu Mutterkraut im Mittelpunkt steht.
Forscher untersuchen, ob Parthenolid die Freisetzung bestimmter körpereigener Botenstoffe beeinflusst, die an Entzündungsreaktionen im Körper beteiligt sind. Solche Entzündungsreaktionen spielen auch bei Migräne eine Rolle. Daneben richtet sich das wissenschaftliche Interesse auf das Zusammenspiel von Parthenolid mit bestimmten Nervenbotenstoffen und Rezeptoren, die eine Migräneattacke mit auslösen können. Ob sich für Mutterkraut daraus ein Zusammenhang mit der Häufigkeit oder dem Verlauf von Attacken ergibt, ist ebenfalls Gegenstand der Forschung.
Damit sich solche Zusammenhänge in Studien zuverlässig untersuchen lassen, sind standardisierte Extrakte wichtig – sie sorgen dafür, dass der Gehalt an Parthenolid von Kapsel zu Kapsel gleich bleibt, während er bei frischen oder pulverisierten Blättern stark schwanken kann.
Lebensstil als Baustein der Vorbeugung
Neben der Mikronährstoffversorgung spielt auch der Alltag eine Rolle bei der Vorbeugung. Für Migräne und Spannungskopfschmerz sind dabei zum Teil unterschiedliche Faktoren relevant.
Für die Migräneprophylaxe gilt ein gesunder Schlaf-Wach-Rhythmus als wichtiger Faktor: Sowohl zu wenig Schlaf als auch stark schwankende Schlafzeiten am Wochenende können Attacken begünstigen. Auch längere Essenspausen und eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr sind häufige Auslöser. Regelmäßiges Ausdauertraining wird in der Forschung ebenfalls mit einer geringeren Attackenhäufigkeit in Verbindung gebracht. Ein Trigger-Tagebuch, in dem Ernährung, Schlaf, Zyklus oder Stresslevel notiert werden, kann zusätzlich dabei helfen, individuelle Auslöser zu erkennen.
Bei Spannungskopfschmerz setzt Entspannung direkter an der muskulären Ursache an: Die progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist eine der am besten untersuchten Techniken in diesem Bereich. Auch bewusste Bewegungspausen bei langer Bildschirmarbeit können helfen, eine dauerhafte Anspannung der Nacken- und Schultermuskulatur zu vermeiden.
Ein gemeinsamer Faktor ist Stress: Er zählt sowohl bei Migräne als auch bei Spannungskopfschmerz zu den häufigsten Auslösern – unter anderem, weil chronischer Stress die Muskelspannung erhöht und das Nervensystem empfindlicher auf Reize reagieren lässt. Wie sich der körpereigene Stresshormonspiegel regulieren lässt, zeigt der FormMed Ratgeber „Cortisol senken“.
Hausmittel: Was hilft gegen akute Migräne und Kopfschmerzen?
Ist eine Attacke bereits da, hilft Vorbeugung nicht mehr weiter – dann geht es um akute Linderung. Da Migräne und Spannungskopfschmerz unterschiedlich entstehen, helfen auch unterschiedliche Hausmittel.
Bei einer Migräneattacke
In der akuten Phase helfen ein abgedunkelter, ruhiger Raum und das Vermeiden weiterer Reize wie Licht oder Lärm. Eine kühlende Auflage im Nacken- oder Stirnbereich wird von vielen Betroffenen als angenehm empfunden und kann die Beschwerden lindern. Ausreichend Flüssigkeit unterstützt den Kreislauf. Auch Koffein kann in der akuten Phase kurzfristig lindernd wirken, da es gefäßverengend wirkt.
Bei Spannungskopfschmerz
Wärme ist bei Spannungskopfschmerzen meist angenehmer als Kälte: Eine Wärmflasche oder ein warmes Bad kann verkrampfte Muskeln lockern. Auch verdünntes Pfefferminzöl, sanft auf Schläfen und Stirn aufgetragen, wird häufig als Hausmittel bei Spannungskopfschmerz eingesetzt. Leichte Dehnübungen und Bewegungspausen wirken der Muskelverspannung zusätzlich entgegen.
Fazit: Mit Mikronährstoffen die Nervenzellen gezielt unterstützen
Migräne und Spannungskopfschmerzen entstehen über unterschiedliche Mechanismen im Nervensystem, haben jedoch einen gemeinsamen Ansatzpunkt: die Energieversorgung und die Erregbarkeit der Nervenzellen. Eine ausreichende Versorgung mit Magnesium und Vitamin B2 kann die physiologischen Voraussetzungen dafür schaffen, dass Nervenzellen und Blutgefäße stabil auf Reize reagieren.
Da Migräne eine komplexe neurologische Erkrankung mit vielen Einflussfaktoren ist, sollte neben der Mikronährstoffversorgung auch der Blick auf Schlaf, Ernährung, Bewegung und Stressregulation gerichtet werden. Ist eine Attacke bereits da, helfen gezielte Hausmittel wie Ruhe, Kälte oder Wärme dabei, die akuten Beschwerden zu lindern.
Häufig gestellte Fragen zu Migräne und Spannungskopfschmerzen
Migräne entsteht durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung und einer veränderten Erregbarkeit des Gehirns, wobei eine Fehlregulation im Energiestoffwechsel der Nervenzellen sowie in der Durchblutung bestimmter Hirnareale im Zentrum der aktuellen Forschung steht.
Begünstigende Faktoren wie Schlafmangel, Stress, hormonelle Schwankungen oder bestimmte Nahrungsmittel können zusätzlich als Auslöser einzelner Attacken wirken.
Ja, bei manchen Menschen mit Migräne fällt auf, dass histaminreiche Lebensmittel wie Rotwein, Käse oder geräucherte Wurst Attacken begünstigen können. Ein möglicher Grund ist: Das Enzym Diaminoxidase, das Histamin im Körper abbaut, arbeitet bei ihnen offenbar weniger aktiv. Ob wirklich ein ursächlicher Zusammenhang besteht, ist noch nicht einheitlich belegt und wird weiter erforscht.
Ja, bei einem großen Teil der betroffenen Frauen zeigt sich ein enger Zusammenhang zwischen dem Östrogenspiegel und der Migränehäufigkeit. Der Abfall von Östrogen vor der Menstruation sowie hormonelle Umstellungen in den Wechseljahren gehen bei vielen Frauen mit häufigeren und stärkeren Attacken einher.
Als stille Migräne wird eine Migräneaura ohne die nachfolgende Kopfschmerzphase bezeichnet. Betroffene erleben also Sehstörungen, Kribbeln oder andere neurologische Symptome, ohne dass im Anschluss der typische Kopfschmerz auftritt.
Migräne ist eine neurologische Reaktion auf ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung sowie äußeren und inneren Reizen – keine gezielte Botschaft des Körpers. Die eigenen Auslöser zu kennen, etwa Schlafmangel, Stress oder hormonelle Schwankungen, hilft dabei, gezielt an der Attackenhäufigkeit anzusetzen.
Koffein aus Kaffee wirkt gefäßverengend und kann in der akuten Phase einer Migräneattacke kurzfristig lindern.
Bei regelmäßigem, hohem Kaffeekonsum gewöhnt sich der Körper jedoch an das Koffein: Bleibt die gewohnte Menge dann aus, weiten sich die Blutgefäße wieder, was einen sogenannten Rebound-Kopfschmerz auslösen kann. Ein bewusster und maßvoller Umgang mit Koffein wird daher empfohlen.
In der akuten Phase helfen meist ein abgedunkelter, ruhiger Raum, das Vermeiden weiterer Reize sowie eine kühlende Auflage im Nacken- oder Stirnbereich.
Ausreichend Flüssigkeit und, je nach ärztlicher Absprache, eine frühzeitige Einnahme der individuell verordneten Akutmedikation können den Verlauf einer Attacke zusätzlich abmildern.
Häufigste Auslöser für Spannungskopfschmerzen sind psychischer Stress, eine verspannte Nacken- und Schultermuskulatur, einseitige Körperhaltung am Arbeitsplatz, Schlafmangel sowie eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr.
Magnesium spielt eine wichtige Rolle beim Entspannen der Muskulatur. Eine unzureichende Versorgung wird daher als möglicher Faktor bei Muskelverspannungen und Spannungskopfschmerzen diskutiert.
Auch ein Mangel an B-Vitaminen wird in diesem Zusammenhang untersucht, da sie für die Energieversorgung von Muskeln und Nerven wichtig sind.
Gezielte Dehnübungen für Nacken und Schultern, Wärmeanwendungen sowie kurze Bewegungspausen können die verspannte Muskulatur lockern und die Beschwerden lindern. Auch Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung setzen unmittelbar an der muskulären Ursache an.
Die Art des Kopfschmerzes gibt oft erste Hinweise auf die Ursache. Ein einseitiger, pochender Schmerz mit Übelkeit oder Licht- und Geräuschempfindlichkeit spricht eher für Migräne, während ein beidseitiger, dumpf-drückender Schmerz typisch für Spannungskopfschmerz ist.
Cluster-Kopfschmerz äußert sich dagegen durch extrem starke, meist einseitige Attacken rund um ein Auge, oft begleitet von einem tränenden Auge oder einer verstopften Nase auf derselben Seite. Ein beidseitiger, dumpfer Kopfschmerz, der sich nach ausreichend Flüssigkeit bessert, deutet eher auf einen Kopfschmerz durch zu geringe Flüssigkeitszufuhr hin.
Kopfschmerzen, die morgens besonders stark sind oder sich beim Bücken verschlimmern, können auf einen erhöhten Druck im Kopf hindeuten und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Kopfschmerzen gelten als abklärungsbedürftig, wenn sie plötzlich und ungewohnt heftig auftreten, sich in Muster oder Intensität deutlich verändern oder von Symptomen wie Fieber, Sehstörungen, Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen begleitet werden.
Auch neu auftretende Kopfschmerzen nach dem 50. Lebensjahr oder Kopfschmerzen, die trotz regelmäßiger Schmerzmitteleinnahme über Wochen bestehen bleiben, sollten ärztlich abgeklärt werden.
Bedenklich sind vor allem Kopfschmerzen, die von Fieber, Nackensteifigkeit, Sehstörungen, Sprach- oder Bewegungsstörungen begleitet werden, sowie ein plötzlich einsetzender, extrem starker Kopfschmerz. In diesen Fällen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung angezeigt.
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