Was ist Glutathion?
Glutathion ist eine körpereigene Substanz, die in allen Zellen vorkommt. Chemisch besteht es aus drei Aminosäuren – Glutaminsäure, Cystein und Glycin – und ist eines der wichtigsten Antioxidantien. Es wird daher häufig als „Schutzmolekül“ des Körpers bezeichnet.
Der Körper kann Glutathion selbst herstellen, vor allem in der Leber. Zusätzlich kommt es auch in Lebensmitteln vor. Die Menge schwankt jedoch stark, da Glutathion hitze- und lagerempfindlich ist.
Glutathion liegt in zwei Formen vor:
- reduziertes Glutathion (GSH) – die aktive Form
- oxidiertes Glutathion (GSSG) – die verbrauchte Form
Das Verhältnis von GSH zu GSSG zeigt, wie gut eine Zelle vor oxidativem Stress geschützt ist.
Glutathion-Gehalt in Lebensmitteln
Glutathion kommt in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Besonders reich an Glutathion sind frische, unverarbeitete Lebensmittel – denn es ist hitze- und lagerempfindlich und nimmt beim Kochen oder langen Aufbewahren schnell ab.
Lebensmittel mit viel Glutathion sind:
- Gemüse wie Brokkoli, Spinat, Rosenkohl, Zwiebeln und Avocado
- Obst, besonders Wassermelone und Zitrusfrüchte
- Fleisch und Innereien, vor allem Leber
- Fisch und Meeresfrüchte
- Hülsenfrüchte und Nüsse
Der tatsächliche Glutathion-Gehalt kann je nach Sorte, Reife, Lagerdauer und Zubereitung stark variieren. Wichtig ist daher auch eine gute Versorgung mit seinen Aminosäure-Bausteinen Glutaminsäure, Cystein und Glycin – daraus kann der Körper selbst Glutathion herstellen.
Welche Wirkung hat Glutathion?
Körpereigenes Glutathion übernimmt mehrere grundlegende Aufgaben. Als wichtiges Antioxidans hilft es, reaktive Sauerstoffverbindungen abzufangen, die im normalen Stoffwechsel entstehen. Dadurch trägt es zu einem ausgeglichenen Redox-Gleichgewicht in den Zellen bei.
Zudem ist Glutathion an Entgiftungsprozessen der Leber beteiligt, bei denen verschiedene Stoffe für die Ausscheidung vorbereitet werden. Auch für bestimmte Immun- und Stoffwechselreaktionen spielt es eine unterstützende Rolle, da viele Zellen auf ein stabiles Glutathion-Verhältnis angewiesen sind.
Insgesamt gehört Glutathion zu den zentralen Schutz- und Regelmolekülen im täglichen Zellstoffwechsel.
Glutathionmangel – welche Symptome können vorkommen?
Produziert der Körper zu wenig Glutathion, kann sich das in unspezifischen Symptomen zeigen, die auf ein Ungleichgewicht im oxidativen Stoffwechsel hindeuten.
Dazu zählen unter anderem:
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Geringere Belastbarkeit
- Verzögerte Regeneration nach körperlicher Belastung
- Oxidativer Stress – messbar über bestimmte Laborwerte
Solche Symptome sind jedoch allgemein und können viele Ursachen haben. Ein möglicher Glutathionmangel sollte daher immer ärztlich abgeklärt werden.