Flohsamen – was ist das?
Flohsamen sind die Samen der Pflanzen „Plantago ovata“ und „Plantago afra“, die zu den Wegerichgewächsen gehören. Die Samen sind klein und oval und erinnern in ihrer Form an Flöhe – daher stammt auch der Name.
Da sowohl die Samen als auch die Schalen verwendet werden, sind Flohsamen auch unter der Bezeichnung „Flohsamenschalen“ bekannt.
Flohsamen werden vor allem in Indien und Pakistan angebaut. Deshalb sind die im Handel erhältlichen Flohsamenschalen größtenteils indischen Ursprungs und man kann sie als indische Flohsamenschalen kaufen.
Flohsamen und Flohsamenschalen: Was ist in den Samen enthalten?
Flohsamen und Flohsamenschalen bestehen zu über 80 Prozent aus Ballaststoffen und zählen damit zu den besonders ballaststoffreichen pflanzlichen Lebensmitteln. Darüber hinaus enthalten sie Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
Ein besonderer Bestandteil sind die sogenannten Schleimstoffe. Werden zerkleinerte Flohsamen in Wasser eingerührt, quellen sie stark auf und bilden eine gelartige Masse. Flohsamen können dabei ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Wasser binden – im Durchschnitt etwa das 40-Fache.
Flohsamen – wofür sind sie gut?
Flohsamen werden vor allem im Zusammenhang mit der Verdauung eingesetzt – insbesondere bei Verstopfung.
Flohsamenschalen liefern eine hohe Menge an Ballaststoffen und steigern so die Ballaststoffzufuhr. Ballaststoffe spielen eine wichtige Rolle für die Verdauung und können unter anderem dazu beitragen, das Stuhlvolumen zu erhöhen und die Darmtätigkeit zu unterstützen. Ein besonderer Vorteil von Flohsamenschalen ist ihre Fähigkeit, große Mengen Wasser zu binden. Dadurch quellen sie im Darm auf.
Zudem können ballaststoffreiche Lebensmittel wie Flohsamenschalen zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl beitragen.
Flohsamenschalen wie einnehmen?
Typischerweise werden Flohsamenschalen in Wasser eingerührt und anschließend zügig getrunken. Alternativ können sie auch in Joghurt, Müsli oder Smoothies gemischt werden. Wichtig ist, danach ausreichend Flüssigkeit zu trinken, da Flohsamenschalen stark quellen.
Flohsamen – wann sollte man sie nicht einnehmen?
Flohsamen sollten nicht gleichzeitig mit bestimmten Medikamenten eingenommen werden, da man vermutet, dass sie deren Wirkung beeinträchtigen können. Hierzu gehören unter anderem
- Herzglykoside,
- Lithium,
- Blutverdünner und
- Carbamazepine.
Auch sollten Flohsamen nicht zeitgleich mit Medikamenten eingenommen werden, die die Darmbewegung hemmen.
Bei Schluckstörungen, Verengungen der Speiseröhre, des Magens und Darms, Darmverschluss und akuten Entzündungen im Magen-Darm-Bereich ist ebenfalls Vorsicht geboten.
Bei Unsicherheiten ist es ratsam, die Einnahme von Flohsamenschalen mit einem Arzt oder Therapeuten zu besprechen.
Flohsamen – wie viel pro Tag?
Die optimale Flohsamen-Dosierung liegt etwa bei 5 bis 20 Gramm täglich. Viele Menschen nehmen Flohsamen über den Tag verteilt ein und starten mit einer geringeren Menge, damit sich der Darm an die höhere Ballaststoffzufuhr gut gewöhnen kann.
Flohsamenschalen werden am besten in Wasser eingerührt, damit sie quellen können. Dabei sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitsmenge geachtet werden: Pro Gramm Flohsamenschalen werden mindestens etwa 30 Milliliter Wasser empfohlen.
Zusätzlich ist es wichtig, über den Tag hinweg ausreichend zu trinken – idealerweise etwa zwei bis drei Liter täglich.