Was ist Zeolith?
Zeolith ist ein natürliches Mineral, das entsteht, wenn vulkanische Asche mit Meerwasser reagiert. Es besitzt eine feine, poröse Struktur. Man kann sie sich wie ein Gitter aus vielen kleinen Kanälen und Hohlräumen vorstellen.
Diese besondere Struktur sorgt dafür, dass Zeolith:
- eine sehr große innere Oberfläche hat,
- Stoffe an seiner Oberfläche binden kann und
- stabil und hitzebeständig ist.
In Zeolith-Präparaten zur Einnahme wird meist Klinoptilolith-Zeolith verwendet. Dieses Zeolith ist besonders rein und gut untersucht.
Was ist Bentonit?
Bentonit ist ein Tonmineral, das ebenfalls aus vulkanischer Asche entsteht. Sein Hauptbestandteil heißt Montmorillonit. Im Gegensatz zu Zeolith hat Bentonit eine Schichtstruktur, die Wasser aufnehmen kann.
Typisch für Bentonit ist, dass es:
- beim Kontakt mit Wasser quillt,
- eine gelartige Konsistenz bildet,
- eine große Oberfläche hat und
- Stoffe an diese Oberfläche anlagern kann.
Aufgrund von dieser Wirkung wird Bentonit seit vielen Jahren genutzt in Kosmetika, zur technischen Anwendung und als Bestandteil von Mikronährstoff-Präparaten.
Wirkung von Zeolith und Bentonit
Zeolith und Bentonit haben im Darm rein physikalische Wirkung. Durch ihre poröse beziehungsweise schichtartige Struktur haben sie eine große Oberfläche und können dort elektrisch geladene Teilchen anlagern. Dieser Vorgang heißt Adsorption.
Auf diese Weise binden Zeolith und Bentonit im Darm bestimmte Schwermetalle und andere geladene Teilchen – ein Schritt, der im Rahmen der körpereigenen Entgiftung über den Stuhl eine unterstützende Rolle spielt.
Was entfernen Zeolith und Bentonit aus dem Körper?
Dank dieser Wirkung werden Zeolith und Bentonit in Medizinprodukten gezielt eingesetzt, um folgende Schwermetalle im Darm aufzunehmen:
- Blei
- Quecksilber
- Chrom
- Cadmium
- Aluminium
- Nickel
Anwendung: Zeolith und Bentonit richtig einnehmen
Zeolith- und Bentonit-Präparate werden meist über einen begrenzten Zeitraum für maximal 12 Wochen eingenommen. Je nach Darreichungsform erfolgt die Anwendung:
- als Pulver, eingerührt in ein Glas Wasser,
- oder als Kapsel, die mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen wird.
Eine gute Flüssigkeitszufuhr unterstützt die natürliche Ausscheidung über den Stuhl.
Damit die Vulkan-Mineralien ihre Bindungsfähigkeit bestmöglich entfalten können, sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens zwei Stunden zu Medikamenten und anderen Mikronährstoffen eingehalten werden.
Zeolith- und Bentonit-Präparate sind in der Regel für Erwachsene vorgesehen; bei bestehenden Erkrankungen oder Unsicherheiten ist eine Rücksprache mit dem Arzt oder Therapeuten sinnvoll.
Worin liegt der Unterschied zwischen Bentonit und Zeolith?
Der wichtigste Unterschied zwischen Bentonit und Zeolith liegt in der Struktur: Zeolith besitzt ein stabiles Porengitter, während Bentonit aus Schichten besteht, die beim Kontakt mit Wasser stark quellen. Dadurch bindet Zeolith Stoffe vor allem über seine feinen Poren, Bentonit hingegen über große Schichtflächen und die entstehende Gelstruktur.
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen Bentonit und Zeolith auf einen Blick.
| Zeolith | Bentonit |
| Ursprung | Mineral aus vulkanischer Asche und Meerwasser | Tonmineral aus verwitterter vulkanischer Asche |
| Struktur | Kristallines Porengitter | Schichtstruktur |
| Hauptbestandteil | Klinoptilolith | Montmorillonit |
| Eigenschaft in Kontakt mit Wasser | Bleibt stabil, quillt nicht | Quillt stark und bildet eine gelartige Konsistenz |
| Adsorptionsmechanismus | Bindung über viele kleine Poren | Bindung über Schichtflächen und Gelbildung |
| Besondere Merkmale | Sehr stabil und hitzebeständig | Hohe Quellfähigkeit, gelartige Textur |