Caprylsäure – was ist das?
Caprylsäure ist eine gesättigte Fettsäure, die natürlich in vielen fettreichen Lebensmitteln vorkommt – bekanntester Vertreter ist Kokosöl.
Aufgrund ihrer Kettenlänge von sechs bis zwölf Kohlenstoffatomen zählt Caprylsäure zu den mittelkettigen Fettsäuren (MCFA), die im Vergleich zu langkettigen Fettsäuren als leichter verdaulich gelten. In Verbindung mit Glycerin bildet Caprylsäure sogenannte mittelkettige Triglyceride (MCT, englisch: medium-chain triglycerides) – die Basis für handelsübliches MCT-Öl.
Welche Lebensmittel enthalten viel Caprylsäure?
Caprylsäure kommt sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Am bekanntesten ist der Zusammenhang mit Kokosöl, doch auch Ziegen- und Schafsmilch enthalten die mittelkettige Fettsäure in größeren Mengen – nicht zufällig stammt der erste Wortbestandteil aus dem Lateinischen und bedeutet „Ziege“ (Capra).
Auch spezielles MCT-Öl, das aus Kokosöl gewonnen wird, enthält Caprylsäure – allerdings in deutlich höherer Konzentration als das Ausgangsprodukt. Kokosöl liefert neben Caprylsäure noch weitere natürliche Bestandteile der Kokosnuss, während MCT-Öl gezielt auf mittelkettige Fettsäuren konzentriert ist.
Die folgende Tabelle zeigt den Caprylsäure-Gehalt ausgewählter Lebensmittel:
| Lebensmittel | Gehalt pro 100 Gramm |
| Kokosfett (Kokosöl) | 7.500 bis 9.500 |
| Palmöl | 4.800 |
| Ziegenmilch | 2.600 bis 2.700 |
| Kokosnuss | 2.754 |
| Schafsmilch | 2.400 bis 2.500 |
| Eiskonfekt | 1.998 |
| Butterschmalz | 1.380 |
| Kuhmilch | 1.300 |
| Butter | 1.168 |
| Ziegenmilchkäse (mind. 50 % Fett i. Tr.) | 874 |
| Schafskäse | 636 |
| Feta | 583 |
| Gouda | 489 |
| Tilsiter | 415 |
| Brie | 408 |
Wirkung: Was macht Caprylsäure im Körper?
Als mittelkettige Fettsäure wird Caprylsäure vom Körper anders verstoffwechselt als langkettige Fettsäuren, wie sie etwa in pflanzlichen Ölen und Nüssen vorkommen. Aufgrund ihrer kürzeren Kettenlänge kann Caprylsäure ohne Gallensäure direkt aufgenommen werden, während langkettige Fettsäuren dafür auf Gallensäuren angewiesen sind. In der Leber wird Caprylsäure zu sogenannten Ketonkörpern umgewandelt, die der Körper direkt als Energiequelle nutzen kann.
Caprylsäure wird zudem im Zusammenhang mit dem Darmmilieu erforscht. Im Fokus steht dabei unter anderem ihre mögliche Rolle im Zusammenspiel mit Mikroorganismen im Verdauungstrakt, etwa mit bestimmten Hefepilzen wie Candida albicans.
Caprylsäure einnehmen und dosieren
Neben der Aufnahme über die Ernährung – etwa durch Kokos- oder MCT-Öl – kann Caprylsäure auch gezielt über Kapseln ergänzt werden. Kapseln enthalten die Fettsäure bereits in einer festen Dosierung.
Caprylsäure wird am besten zu den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen. Üblich sind Tagesdosen von etwa 500 bis 1.500 Milligramm, die je nach Hersteller und Präparat variieren können. Viele Menschen beginnen mit einer niedrigeren Dosis und steigern diese schrittweise, oder sie verteilen die Tagesdosis auf mehrere Einnahmen über den Tag.
Caprylsäure wird häufig über einen begrenzten Zeitraum von einigen Monaten eingenommen. Bei Unsicherheiten zu Dosierung oder Einnahmedauer ist die Rücksprache mit einem Arzt oder Therapeuten sinnvoll.
Caprylsäure kaufen: Woran erkennt man gute Caprylsäure-Präparate?
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