
Winterblues: Unterstützung, wenn die dunkle Jahreszeit aufs Gemüt schlägt
Wenn die Tage kürzer werden, fühlen sich viele schlapper, antriebsloser und einfach nicht so gut gelaunt wie sonst – typisch „Winterblues“. Das ist in Herbst und Winter nicht ungewöhnlich. Kein Wunder: Das Nervensystem stellt sich mit der Jahreszeit etwas um.
Eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen kann dabei unterstützen, dass Psyche, Nervensystem und Energiestoffwechsel auch in der dunklen Jahreszeit normal arbeiten. Welche Mikronährstoffe und Pflanzenstoffe in der dunklen Jahreszeit außerdem interessant sind, lesen Sie hier.
Wichtig: Hält die gedrückte Stimmung über mehrere Wochen an oder wird sie stärker, sollte man sich an einen Arzt wenden.
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Mikronährstoffe für Nervensystem und Psyche: Vitamin B6, B12, Folsäure und Magnesium
Im Nervensystem sorgt ein komplexes Zusammenspiel dafür, dass wir aktiv werden oder wieder zur Ruhe kommen. Mikronährstoffe helfen dabei, das System im Gleichgewicht zu halten:
- Vitamin B6, B12 und Folsäure tragen zu einer normalen psychischen Funktion bei, indem sie am Stoffwechsel von Nervenzellen und an der Herstellung von Botenstoffen beteiligt sind.
- Magnesium spielt bei der Signalübertragung in den Nerven eine wichtige Rolle. Es wirkt als natürlicher Gegenspieler von Calcium, das die Nervenzellen aktiviert. Daneben ist Magnesium wichtig für einen normalen Energiestoffwechsel und trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
- Tryptophan – enthalten in proteinhaltiger Nahrung – ist Grundbaustein für das Glückshormon Serotonin und damit wichtig für die Stimmung.
Vitamin D in der dunklen Jahreszeit – der Spiegel sinkt
Weniger Tageslicht wirkt sich auf den Schlaf-Wach-Rhythmus aus. Viele Menschen fühlen sich im Herbst und Winter deshalb weniger energiegeladen. Gleichzeitig ist die Sonne zu schwach, sodass die Haut nicht ausreichend Vitamin D bildet – der Vitamin-D-Spiegel sinkt. Deshalb kann es sich bei einem Winterblues besonders lohnen, genug Vitamin D zu bekommen.
Omega-3 im Winter: Was DHA im Nervensystem leistet
Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA sind strukturelle Bausteine jeder Nervenzelle: DHA macht etwa 30 bis 40 % der Fettsäuren im Gehirn aus. Besonders hoch ist die Konzentration an den Kontaktstellen der Nerven (Synapsen), wo die Nervensignale weitergereicht werden. So trägt DHA zur normalen Funktion des Nervensystems bei. Forscher untersuchen deshalb, welche Rolle Omega-3-Fettsäuren bei depressiver Stimmung spielen.
Die Pflanzenstoffe Safran, Rosenwurz, Hopfen und Melisse
Hopfen, Melisse, Rosenwurz und Safran werden in vielen Kulturen seit Jahrhunderten genutzt. Heute befasst sich auch die Wissenschaft mit ihren Inhaltsstoffen. Untersucht wird zum Beispiel, wie Salidrosid aus Rosenwurz oder Crocin aus Safran mit Botenstoffen im Nervensystem in Verbindung stehen.
Literatur
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